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Autokey-Chiffre

 

Hintergrund

Die Autokey-Chiffre stammt ebenfalls von Blaise de Vigenère. Sie basiert im Wesentlichen auf demselben Verfahren wie die eigentliche Vigenère-Chiffre, enthält aber eine Modifikation, welche die Sicherheit der Chiffre verbessert. Diese Modifikation basiert auf Ideen von Gerolamo Cardano.

 

Funktionsweise

Die Autokey-Chiffre umgeht, dass das Schlüsselwort periodisch wiederholt wird. Wenn das Schlüsselwort kürzer ist als der Klartext, so wird einfach der Klartext an das Schlüsselwort angehängt.
Klartext: DIES IST EIN GEHEIMER TEXT
Schlüsselwort: KEY
Schlüssel: KEYDIESISTEINGEHEIMERT
Geheimtext: NMCVQ WLMAG KMUKM TIZFI OM

 

Sicherheit

Die Sicherheit der Autokey-Chiffre ist höher einzustufen als die der Vigenère-Chiffre, denn eine Mustersuche mit dem Kasiski- oder dem Friedman-Test führt bei der Autokey-Chiffre zu keinem Ergebnis. Auf der anderen Seite ist die Chiffre sehr unsicher, wenn dem Angreifer Teile des Klartextes bekannt sind, denn der Klartext kommt ebenfalls im Schlüssel vor. Außerdem lassen sich Buchstaben durch analytische Methoden auffinden. Da der Klartext Teil des Schlüssels ist, kann man davon ausgehen, dass natürliche Sprache im Schlüssel verwendet wird. Wird jetzt des Weiteren von einem deutschen Text ausgegangen, so wäre sowohl im Schlüssel als auch im Klartext das E der am häufigsten vorkommende Buchstabe. Dadurch ergibt sich die Kombination von Klartext E und Schlüssel E mit dem daraus resultierenden Geheimtextbuchstaben I, am häufigsten. Nach diesem Verfahren lässt sich auch auf andere Buchstaben im Klartext schlussfolgern. 1

 

Weblinks

http://www.iti.fh-flensburg.de/lang/krypto/klassisch.htm

 

Einzelnachweise
 

1 Lang, H.W.: „Klassische Kryptografie“, http://www.iti.fh-flensburg.de/lang/krypto/klassisch.htm, Abrufdatum: 2009-02-20



   
     
 
 
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