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Bifid-Chiffre

 

Hintergrund

Die Bifid-Chiffre wurde um 1901 von dem Franzosen Felix Delastelle (*1840; † 1902) entwickelt. Von ihm stammt auch die Four-Square-Chiffre.

 

Funktionsweise

Die Chiffre basiert auf der Polybius-Chiffre mit einer zusätzlichen Veränderung der Position der Zeichen im Text. Angenommen der zu verschlüsselnde Text sei „GEHEIMNIS“. Dann ergibt sich entsprechend der unten dargestellten Polybius-Matrix: G=35, E=13 und so weiter. Die Zahlenpaare werden im Gegensatz zur Polybius-Chiffre getrennt nach Reihe und Spalte untereinander geschrieben.

  1 2 3 4 5
1 Q W E R T
2 Z U I/J O P
3 A S D F G
4 H K L Y X
5 C V B N M

Das Ergebnis der Polybius-Chiffre ist: „35 13 41 13 23 55 54 23 32“ und getrennt nach Reihe und Spalte:

Reihe 3 1 4 1 2 5 5 2 3
Spalte 5 3 1 3 3 5 4 3 2


Diese Ziffern werden nun zeilenweise wieder ausgelesen. Also zuerst die Zahlen, die für die Reihe stehen: „314125523“ und dann die Zahlen, die für die Spalte stehen: „531335432“. Zusammen ergibt das: „31 41 25 52 35 31 33 54 32“.
Diese Ziffernfolge wird nun noch einmal mit der Polybius-Chiffre entschlüsselt, so dass der endgültige Geheimtext lautet: „AHPVGADNS“.


Sicherheit

Die Sicherheit der Bifid-Chiffre ist höher als die der Polybius-Chiffre, solange der Algorithmus geheim gehalten werden kann, denn die Veränderung der Position der Zeichen geschieht nach einem festen Schema. Da nach Kerckhoffs’ Prinzip die Sicherheit nicht von der Geheimhaltung des Algorithmus abhängig sein darf, ist die Chiffre nicht sicherer als die Polybius-Chiffre selbst.

 

Details

Die Veränderung der Position der Zeichen im Text wird als Transposition bezeichnet.

 

Weblinks

http://en.wikipedia.org/wiki/Bifid_cipher


   
     
 
 
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